Einsatz in Köln – Brückenstraße, Nordrhein-Westfalen, Deutschland
Die Zehn-Zentner-Weltkriegsbombe (500 Kilogramm) wurde nach dem Fund im Uferbereich des Rodenkirchener Leinpfads durch den Kampfmittelbeseitigungsdienst Rheinland der Bezirksregierung Düsseldorf auf einem Feld im Weißen Bogen kontrolliert gesprengt. Die Reste werden nun abtransportiert. Die Sperrungen am Weißen Bogen werden erst nach erneuter Kontrolle des Gefahrenbereichs schrittweise aufgehoben. Für die Rücktransporte einer Seniorenpflege-Einrichtung bleibt die Brückenstraße zwischen Maternusstraße und Frankstraße innerhalb des früheren Gefahrenbereichs gesperrt. Anwohner konnten vor der kontrollierten Sprengung wieder in ihre Häuser und Wohnungen im ursprünglichen Gefahrenbereich zurückkehren.
Die KVB-Buslinien 131 und 135 können wieder auf dem gesamten Streckenverlauf fahren. Laut KVB fahren die Linien 130 und 134 wegen der Sperrung auf der Brückenstraße in beiden Fahrtrichtungen eine Umleitung zwischen Bahnhof Rodenkirchen und Bayenthalgürtel über Maternusstraße, Friedrich-Ebert-Straße, Konrad-Adenauer-Straße und Militärringstraße. Insgesamt waren etwa 3.000 Menschen von der Evakuierung betroffen. In der Anlaufstelle für Evakuierte in der Erzengel-Michael-Kirche der Diakonie Michaelshoven hielten sich 26 Personen auf. Es mussten 16 Personen per Krankentransport aus dem Evakuierungsbereich und nach der Entschärfung wieder zurückgebracht werden, ebenso insgesamt 120 Personen aus der Seniorenpflege-Einrichtung, die überwiegende Mehrheit ebenfalls per Krankentransport.
Gegen drei Personen wird ein Bußgeldverfahren aufgrund § 118 Ordnungswidrigkeitengesetz eingeleitet. Zwei Personen hatten sich geweigert, ihre Wohnungen zu verlassen. Eine Person hat nach mehrfachem Klopfen freiwillig die Wohnung verlassen, die andere Person wurde aus dem Gefahrenbereich verwiesen, nachdem Einsatzkräfte sich über einen Balkon Zutritt zur Wohnung verschafft hatten. Die dritte Person hat die Evakuierung mutwillig kurz vor der Freigabe zur Entschärfung verzögert: Sie war an einer Straßensperre an der Uferstraße durchgebrochen. Einsatzkräfte verfolgten die Person, stellten sie, nahmen die Personalien auf und verwiesen sie des Gefahrenbereichs.
Das Ordnungsamt der Stadt Köln war mit 110 Mitarbeiter*innen im Einsatz, die Feuerwehr Köln und Hilfsorganisationen mit 97, die Polizei Köln mit zwölf und die KVB mit drei Verkehrsmeistern. Wegen der schrittweisen Aufhebung der Straßensperren und Verkehrsbehinderungen wird gebeten, sich auf der Internetseite der Stadt Köln (www.stadt.koeln), bei Radio Köln, WDR und anderen Medien sowie online bei den Kölner Verkehrs-Betrieben zu informieren.
Bild- und Videomaterial zum Einsatz verfügbar
Redaktionen erhalten auf Anfrage kurzfristig Bild- und Videomaterial zu diesem Einsatz.
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Quelle: Alexander Franz