Gedenken an Terroranschlag in Solingen: Hunderte erinnern an Opfer und Folgen

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Einsatz in Solingen – –, Nordrhein-Westfalen, Deutschland

Gedenkveranstaltung mit Rede und Kerzen in Solingen
Ministerpräsident Hendrik Wüst spricht bei der Gedenkveranstaltung zum Terroranschlag in Solingen vor Kränzen und Kerzen am Abend. Foto: Alexander Franz
Datum: 24.08.2026, 10:24 Uhr
NEWSID: 191 - –, Solingen, Deutschland
Bei der Gedenkveranstaltung am Sonntagabend erinnerten Glockenschläge und eine Schweigeminute an die drei Getöteten und acht Verletzten des Anschlags. Ministerpräsident Wüst und Oberbürgermeister Flemm betonten die Bedeutung von Zusammenhalt und Erinnerung.

Am Sonntagabend gedachten Hunderte Menschen am Fronhof in Solingen der Opfer des islamistischen Terroranschlags, der vor zwei Jahren während des Stadtfestes verübt wurde. Um 21.37 Uhr erinnerten drei Glockenschläge und eine Schweigeminute an die drei Getöteten und acht teils schwer verletzten Personen. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst bezeichnete die Tat als einen aus Hass gegen die freiheitliche Lebensweise gerichteten Terrorakt. Er hob hervor, dass Solingen auf den Anschlag mit Zusammenhalt und Solidarität reagiert habe.

Oberbürgermeister Daniel Flemm dankte den Einsatzkräften, Ersthelfern und weiteren Beteiligten. Er betonte, dass die Stadt die Erinnerung an die Opfer bewahren wolle, gleichzeitig jedoch zu einem Alltag zurückkehren möchte, in dem Menschen wieder gemeinsam feiern können. Bei der Gedenkveranstaltung waren neben Hinterbliebenen und Betroffenen auch Mitglieder der Landesregierung sowie Einsatzkräfte anwesend. Die Überlebende Lea Varoquier schilderte, dass die Folgen des Anschlags ihren Alltag auch zwei Jahre später bestimmen. Körperlich habe sie sich weitgehend erholt, kämpfe jedoch weiterhin mit psychischen Belastungen und bürokratischen Problemen. Besonders wichtig sei ihr ein geeigneter Therapieplatz mit traumatherapeutischem Schwerpunkt.

Wüst verwies auf politische Konsequenzen nach dem Anschlag, darunter Maßnahmen in den Bereichen Sicherheit, Migration, Verfassungsschutz und Radikalisierungsprävention. Er betonte jedoch, dass absolute Sicherheit in einer freiheitlichen Gesellschaft nicht gewährleistet werden könne. Am 24. August 2024 hatte der Syrer Issa al H. während des Festivals der Vielfalt auf Besucher am Fronhof eingestochen. Drei Menschen starben, acht wurden verletzt. Der Täter wurde einen Tag später festgenommen und vom Oberlandesgericht Düsseldorf zu lebenslanger Haft mit anschließender Sicherungsverwahrung verurteilt. Der Anschlag bleibt für Betroffene, Angehörige und Helfer präsent. Die Stadt möchte, dass der Fronhof ein Ort bleibt, an dem Begegnung, Kultur und öffentliches Leben stattfinden.

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Mann in schwarzem Anzug bei Gedenkveranstaltung in Solingen
Überlebende Lea Varoquier bei Gedenkveranstaltung in Solingen
Gedenkveranstaltung mit Rede und Kerzen in Solingen
Gedenkkränze am Fronhof in Solingen

Quelle: Alexander Franz

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